Februar 2010: Wettbewerbserfolg: 1. Preis für neues Wohnquartier
in Münster

   

 
 
 

Für das gesamte Neubaugebiet wird ein CO2-neutrales Nahwärmekonzept vorgeschlagen. Diese Lösung besitzt die beste Nachhaltigkeit und das größte Zukunftspotenzial und ist zudem wirtschaftlich sehr interessant. Durch die Neuplanung des Gesamtareals kann ein solches Konzept städtebaulich hervorragend integriert werden. Als Primärenergieträger wird Biomasse in Form von Holzpellets in Verbindung mit Solarenergie favorisiert. Hinsichtlich des Klimaschutzes wird damit ein Optimum erzeugt, da Holz als CO2-neutraler Brennstoff gilt und die Solarenergie CO2-frei Wärme liefert.
In der Heizzentrale befinden sich Holzpelletkessel und Holzpelletlager. Von hier aus wird die Wärme über hochwärmegedämmte Nahwärmeleitungen in die Gebäude verteilt. Zudem wird das Nahwärmesystem über große solarthermische Anlagen, die als Vakuumröhrenkollektoren der geringen Dachneigung angepasst sind, mit Solarwärme versorgt. Die Solaranlagen liefern einen Großteil der Energie für die Trinkwassererwärmung der gesamten Siedlung und decken die obligatorischen Netzverluste. Durch die Solarthermie kann der Holzkessel im Sommer und in der Übergangszeit außer Betrieb bleiben.
Als weitere solare Technologie könnte für die restlichen Dachflächen Photovoltaik zum Einsatz kommen. Diese Technologie kann aufgrund des Stromnetzes prinzipiell auf allen dafür geeigneten Dachflächen in jeder Größe installiert werden.